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Schöne Liebesworte zum Danke sagen. Moderne und klassische Gedichte und Sprüche, sowie Bücher- und Geschenk-Tipps.

Wie vergnügt ist doch das Lieben

Wie vergnügt ist doch das Lieben
Wenn man Herz um Herze gibt.
Denn wo dieser Tausch getroffen -
So kann man nichts anders hoffen -
Als man liebt und wird geliebt.
Wie vergnügt ist doch das Lieben,
Wenn man Herz um Herze gibt.

(Zehmin, 17. Jh., 1. Vers)

Nur liebe Worte

Nur liebe Worte
Nichts, was trübt
Dafür viel Dank
Und meine Hand, die dich berührt.

(© Monika Minder)


rote Tulpe auf grünem Hintergrund

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke (Karten, Mails) gratis
benutzt werden. > Nutzungsbedingungen

Das ist die Zeit

Wenn der Wald im Nebel steht,
wenn der Wind mit müdem Streichen
durch verschlafne Föhren weht,
ringsum will der Tag verbleichen:
das ist die Stunde, das ist die Zeit,
wann die Einsamkeit
aufs Wandern geht.

Wenn der Wald im Bluste bebt,
Maienwind mit scheuem Schweigen
um die jungen Knospen webt
und die Säfte drängend steigen:
das ist die Stunde, das ist die Zeit,
wann die Sehnsucht schreit
und Liebe zur Liebe strebt.

Wenn der Wald im Reife blinkt,
Sonnenlicht mit hartem Scheinen
durch kristallne Zweige klingt,
dir im Auge friert das Weinen:
das ist die Stunde, das ist die Zeit,
die das Herzeleid
zur Ruhe bringt.

(Johanna Wolff 1858-1943, deutsche Schriftstellerin)

In manchen Stunden

In manchen Stunden bist du mir so nah
Dann lebt ein Traum sich fort
Und Blumen stehen da
Ohne ein Wort.

(© Monika Minder)

Aus deiner Liebe kommt mir so ein Segen

Aus deiner Liebe kommt mir so ein Segen,
Sie macht mein Herz so sorglos und so fest,
Ich kann so ruhig mich drin niederlegen,
Wie sich ein Kind dem Schlafe überlässt.

Ich geh dahin von Zuversicht getragen,
Seit neben deiner meine Seele schweift;
So, wie man wohl an schönen Sommertagen
Durch reife Ährenfelder sinnend streift.

Da gleiten sanft die Finger über Blüten
Und Halme hin, wie eine Mutter pflegt,
Und alles Leben möchte man behüten,
Das seine heil'ge Saat zum Lichte trägt.

(Hedwig Lachmann 1865-1918, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)

Danke schön für so viel Schönes

Danke schön für so viel Schönes
Für so viel bunte Welt.
Für so viel Sonne und für Nähe
Und das Licht, das du mir schenkst.

(© Monika Minder)

Erste und zweite Liebe

In meines Lenzes ersten Blütentagen
Sucht' ich der Liebe reines Himmelslicht!
Ich fühlte bald des Busens höhres Schlagen,
Ich fand ein Herz - allein die Liebe nicht.
Die Sehnsucht die in ihrer Wahl sich irrte,
Sah ein dass sie das höchste Glück entbehrt -
Es war die Ahnung wie ich lieben würde,
Doch du allein hast lieben mich gelehrt.

(Kathinka Zitz 1801-1877, deutsche Schriftstellerin)

Jede Blume

Jede Blume blüht als kleiner Teil
des grossen Weltgetriebes,
Als kleiner Teil der Wiese
unter unsern nackten Füssen.

Nichts ist gross alleine
jeder kann nur immer
kleines Sandkorn sein.

So ist auch deine ausgestreckte Hand
ein Teil von deiner ganzen Güte
und was mir davon zuteil
gebührt ein grosser Dank für diese Liebe.

(© Monika Minder)

Mir erscheint nichts so gut

Mir erscheint nichts so gut
Und wunderbar
Wie die leuchtende Rose
Und die Liebe meines Geliebten.
Die Vöglein
Singen im Wald.
Das erfreut viele Herzen.
Doch kommt mein liebster Freund nicht,
Habe ich keine Freude am Sommer.

(Mittelhochdeutsches Frauenlied 12. Jahrhundert)




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Geschenk der Mutter


Fast golden wirkt dein Nackenhaar,
es kräuselt meine Sinne,
was deine Mutter einst gebar
zu meinem Lustgewinne.

Der Duft von deiner Elfenhaut
schafft rührendstes Entzücken,
was hier von der Natur erbaut,
das lebt – mich zu beglücken.

Ich bin verstört – zutiefst betört
und kann’s noch gar nicht fassen,
dass du mein Bitten hast erhört,
mich nie allein zu lassen.

So teile ich nun Tisch und Bett
und tausche Zärtlichkeiten
verdränge – wenn ich dich nicht hätt’
noch tausend Widrigkeiten.

Ich habe dich – und brauche dich
und werde es stets danken,
dass du entschieden hast für mich,
um nicht einmal zu wanken.

(© Klaus Ender)

Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Klaus Ender.





Die Himmelfahrt

Dank deinem Kusse ganz allein,
nun flieg' ich in den Himmel,
Und hasche mit den Engeln mich
im seligen Gewimmel.
Sie jagen mich, sie greifen mich,
sie wollen gern mich fangen,
Ich reiss' mich los und laufe heim,
zu küssen deine Wangen.

(Wilhelm Müller 1794-1827, deutscher Dichter)




Ich denke dein

Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen
Der Frühling malt
Und wenn des Sommers mildgereifter Segen
In Ähren strahlt.

Ich denke dein, wenn sich das Weltmeer tönend
Gen Himmel hebt
Und vor der Wogen Wut das Ufer stöhnend
Zurücke bebt.

Ich denke dein, wenn sich der Abend rötend
Im Hain verliert
Und Philomelens Klage leise flötend
Die Seele rührt.

Ich denke dein, bis wehende Zypressen
Mein Grab umziehn;
Und auch in Tempes Hain soll unvergessen
Dein Name blühn.

(Friederike Sophie Christiane Brun 1765-1835)




Was ist wunderbarer

Was ist wunderbarer
als mit dir
so leicht
zu spazieren
irgendwo
zwischen
himmel
und
erde.

(© Irena Stasch, Essen)




Ich dir

Ich dir
das rauschen der linden
du mir
den fliederduft
ich dir
das blaueste
der vergissmeinnicht
du mir
das gelbe
des lichts
gespräche.

(© Irena Stasch, Essen)

Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Irena Stasch.

Quelle: www.deutsche-liebeslyrik.de





Die Nacht

Ich hab' eine hohe Liebe,
Die nimmt das Herz mir ein,
Die lieb' ich mehr, als die Sonne,
Als goldenen Tagesschein.

Wenn Nachtigallen flöten
Bei der Violen Duft,
Dann fühl' ich ihre Nähe
Im frischen Hauch der Luft.

In weite Nebelschleier
Gehüllt den schönen Leib,
So kommt sie ernst gezogen,
Ein majestätisch Weib.

Sie schüttelt ihre Locken
Wohl über die Blumenau,
Und aus den feuchten Schleiern
Träuft segenreicher Thau.

Sie schaut mit Sternenaugen
Bedeutungsvoll mich an,
Mit ihren Wunderträumen
Hat sie mir's angethan.

Sie flüstert im Hauch der Lüfte
Geheimnisvoll mit mir,
Und was ich denke und träume,
Das Alles dank' ich ihr.

Sie zeigt mir des Lebens Tiefen,
Des eigenen Herzens Schacht,
Sie spricht mir von himmlischer Ruhe,
Die wunderbar herrliche Nacht.

Die Nacht ist meine Liebe,
Sie nimmt das Herz mir ein,
Sie lieb' ich mehr, als die Sonne,
Als goldenen Tagesschein.

(Auguste Kurs 1815-1892, deutsche Dichterin)



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